In ihrer Arbeit sucht Belkina vor allem nach den verborgenen Schichten der Menschen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Welt mit ihrer Normung, ihren Klischees und ihrem Materialismus ist die Künstlerin bestrebt, das Spirituelle, Geistliche, manchmal gar Religiöse des Individuums herauszuarbeiten und in unterschiedlichen Situationen darzustellen. Ideen für ihre Bilder findet sie sowohl in alten Schriften oder Gemälden als auch in den kulturphilosophischen Traditionen, die ihr Leben begleitet haben. In vielen Gemälden inszeniert sich Belkina selbst. Diese Aufnahmen sind aber nicht als klassische Selbstporträts zu verstehen, sondern sollen ihre Identifikation mit dem Menschen, seinem Dasein als „erhabenem Lebewesen“ und seiner individuellen Suche, seinen persönlichen Wünschen und Versuchungen ausdrücken.

For Lempicka
„For Lempicka“ (2007)

Bilder im historischen Kontext

Die Themen ihrer kreativen Arbeit entspringen nicht reiner Phantasie und sind auch nicht das Ergebnis des aktiven Nachdenkens, sondern stammen aus dem Alltag und den Beobachtungen der Menschen in der Umgebung. Belkina: „Ich wähle ein Motiv meiner Beobachtungen und biete dem Publikum eine weibliche Sicht auf die Dinge, die mich betreffen.“ Bringt sie ihre Ideen in einen historischen Kontext oder bezieht sie sich direkt auf das Werk eines Malers, so versucht sie, sich dem Vorbild durch das Studium der Gemälde und literarischer Quellen so gut wie möglich anzunähern. „Es hat mich immer fasziniert, die psychologischen Beziehungen der Menschen untereinander und zur ihrer Umwelt zu erforschen, um den menschlichen Gefühlen Gestalt zu geben und sie bei Bedarf in Stücke zu reißen, sei es Freude oder Verzagtheit, Gleichgültigkeit, Verzückung oder Eifersucht“, sagt Belkina. Gefühle seien nicht greifbar, sondern abstrakt. Deshalb sei es so interessant, eine Form für ihre Darstellung zu suchen und zu finden. Belkina: „Mein Gesicht und mein Körper sind die Hauptinstrumente, durch die ich die Bilder entstehen lasse, die ich möchte. Wenn ich als Modell vor der Kamera stehe, dann folge ich der jahrhundertealten Theaterpraxis, eine Rolle zu spielen.“ Dieses Vorgehen gebe der Entwicklung ihrer eigenen Erzählweise Anstoß. Ein Teil ihrer Arbeit, das Fotoshooting, gleiche einer Theateraufführung, bei der sich der Drang, den Betrachter über Emotionen und Gefühle zu informieren, durch die Charaktere im Dialog mit dem Publikum manifestiere.

Revolution Street
„Revolution Street“ ( 2014)
Bluebeard Jalousy
„Bluebeard. Jalousy“ (2007)

Die Fortsetzung des Schaffensakts am Computer

Belkina arbeitet nicht nur mit der Kamera, sondern greift auch auf andere visuelle Techniken der bildenden Kunst zurück. „Die Leidenschaft für klassische Kunst und das Interesse an allem Neuen – Technologie, Entdeckungen, Experimente – führten mich zu der Art der gemischten Medien, mit denen ich arbeite“, erklärt sie. „Beim Malen und digitalen Nachbearbeiten meiner Fotos nehme ich Farben und schaffe Luft als Raumelement. Realität und Charakter nehme ich von der Fotografie. Mein Stil entstammt einer langen künstlerischen Tradition, der Collage. So kommen meine Charaktere und Räume zusammen.“ Im nächsten Schritt wähle sie den Pinsel eines Grafikprogramms, ein subtiles und präzises Werkzeug, mit dem sich eine leichte, schwerelose Atmosphäre schaffen lasse, die der eines Traums ähnelt. Belkina befreit ihre Tableaus von Details, um die Essenz des Individuums herauszufiltern.

Gute Argumente für EIZO ColorEdge CG319X

„Für die Bildbearbeitung und die Erstellung der aufwendigen Bildcollagen sind Monitore von EIZO für mich seit vielen Jahren die erste Wahl“, stellt Belkina fest. Derzeit arbeitet sie mit einem EIZO ColorEdge CG319X, der über ein Apple Mac Pro angesteuert wird. „Leistungsfähige All-in-One-Geräte mit ihren Hochglanzdisplays kamen für mich nie in Frage. Solche Geräte sorgen für eine verfälschte Farbdarstellung und würden dadurch meine Kunstwerke später bei der Ausgabe im Pigmentdruckverfahren auf matten Papieren verfälschen“, sagt Belkina. Sie bevorzuge seit jeher die matte entspiegelte Oberfläche der EIZO-Panels. Belkina „Die überwältigende Bildschirmdiagonale meines ColorEdge CG319X von 31 Zoll vereinfacht das Arbeiten mit vielen Paletten in Adobe Photoshop erheblich.“ Der integrierte Sensor für die Kalibrierung sei überaus praktisch, da sie mit externen Printdienstleistern arbeite und die Wege für wiederholende Testdrucke sehr zeitaufwendig werden können.

CG319X CG-Serie
CG319X ColorEdge

In der 4K-Videowelt sowie für Fotografen und Grafiker bietet der CG319X entscheidende Vorteile: Er stellt Inhalte dank seiner Auflösung von 149 ppi extrem scharf dar.

  • 78,9 cm (31,1 Zoll)
  • 4096 x 2160 (4K)
  • IPS (Wide Gamut)
  • Integrierter Sensor für Selbstkalibrierung
  • Format 17:9
4899,00 EUR
UVP inkl. 19 % MwSt.
  • 78,9 cm (31,1 Zoll)
  • 4096 x 2160 (4K)
  • IPS (Wide Gamut)
  • Integrierter Sensor für Selbstkalibrierung
  • Format 17:9

Zur Person

Katerina Belkina wurde 1974 in Samara, im Südosten des europäischen Russlands, geboren. Als Tochter einer bildenden Künstlerin wuchs sie in kreativer Atmosphäre auf. Sie war sich schon früh ihres Talents bewusst, die Welt mit anderen Augen zu sehen, und entschied sich dazu, Kunst zum Beruf zu machen. Das Handwerkszeug für ihre heutige Tätigkeit erwarb sie zunächst (von 1985– 1993) durch eine Ausbildung zur Malerin an der Kunstschule und der Petrow-Wodkin-Schule in Samara, der von 2000 bis 2002 ein Studium an der Michael-Musorin-Akademie für Fotografie, ebenfalls in Samara, folgte. Gleichzeitig arbeitete sie als Computergrafikerin bei einem russischen TV-Sender. Heute lebt und arbeitet Katerina Belkina in Berlin.