Entscheidend ist eine korrekte Farbwiedergabe auf dem Monitor

In digitalen Workflows werden Bilder immer öfter auf Monitoren geprüft. Ohne Zweifel ist es dabei sehr wichtig, dass der verwendete Monitor alle Farben unverfälscht wiedergibt. Der Monitor selbst muss eine exzellente Farbwiedergabe mit glatten Farbverläufen und korrekte Einstellungen für Farbtemperatur, Helligkeit und Farbton aufweisen. Außerdem kommt es darauf an, dass alle Monitore innerhalb des Workflows diese Merkmale gleich anzeigen.

Monitore sollten regelmäßig kalibriert werden

Wenn die Möglichkeiten eines Monitors optimal ausgenutzt werden sollen, führt kein Weg an regelmäßiger Kalibrierung vorbei. Auch bei neuen Monitoren kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie korrekt eingestellt sind. Sie müssen so kalibriert werden, dass sie den Anforderungen der Nutzungsumgebung und dem vorgesehenen Einsatzzweck gerecht werden. Bei längerer Benutzung eines Monitors kann sich die Farbwiedergabe im Laufe der Zeit verändern. Die Farbwiedergabe eines ursprünglich korrekt kalibrierten Monitors kann sich nach und nach verschlechtern. Um diese Änderungen auszugleichen, sollten Monitore regelmäßig kalibriert werden. Für Monitore, die neu in einen Workflow eingeführt werden, wird zunächst eine Kalibrierung in kürzeren Intervallen empfohlen (wöchentlich/zwei-wöchentlich). Bei korrekter und stabiler Farbwiedergabe reicht es später aus, die Kalibrierung monatlich oder alle sechs Wochen durchzuführen.

Aufgrund der hohen Bedeutung einer korrekten Farbwiedergabe ist es sehr wichtig, mit einem Managementsystem zu arbeiten, dass eine gute Wiedergabeumgebung sicherstellt.

Beispiele warum Kalibrierung durchgeführt wird

Unterschiede zwischen Softwarekalibrierung und Hardwarekalibrierung
Schematische Darstellung Softwarekalibrierung
Softwarekalibrierung

Bei der Softwarekalibrierung werden die Eigenschaften eines Monitors gemessen, und anhand der Messergebnisse werden die Computereinstellungen so verändert, dass die Farbwiedergabe des Monitors durch die angepassten Ausgangssignale in der gewünschten Weise korrigiert wird. Dieses Verfahren kommt üblicherweise bei Kalibrierungssoftware zum Einsatz. Bei der Anwendung dieses Verfahrens sind pro Farbe maximal 256 Farbabstufungen möglich. Die Daten zur Einstellung der Zielfarbe müssen aus diesen 256 Stufen gewählt werden, wodurch die Anzahl der anzeigbaren Farben stark eingeschränkt wird. Der Vorteil dieser Methode ist jedoch, dass beliebige Monitore kalibriert werden können, und nicht nur Monitore, die für Hardwarekalibrierung geeignet sind.

Schematische Darstellung Hardwarekalibrierung
Hardwarekalibrierung

Hardwarekalibrierung ist ein Verfahren zur direkten Anpassung der Farbwiedergabe durch Anpassung der Monitoreinstellungen. Die ColorNavigator-Software, die zum Lieferumfang aller ColorEdge-Monitore gehört, beruht auf diesem Verfahren. Wenn dieses Verfahren angewandt wird, bleiben die Ausgangssignale der Grafikkarte unverändert. Deshalb gibt es keine Beschränkung der Farbabstufungen, und die Möglichkeiten des Monitors können bestmöglich ausgenutzt werden, um eine sehr präzise Kalibrierung zu erreichen. Voraussetzung für Hardwarekalibrierung ist ein Monitor mit einer Lookup-Tabelle mit mindestens 10 bit pro Farbe.

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