14.03.2018

Die zwei Seiten des Timm Allrich

von Christian Ohlig

Die einen kennen Timm Allrich als Naturfotografen und Dozenten u. a. an der Fotoschule in Zingst. Die anderen kennen ihn als Facharzt für Radiologie in einem Schweriner Krankenhaus. So unterschiedlich beiden Tätigkeiten auch sind, haben sie eine große Gemeinsamkeit: in beiden Fällen spielen EIZO Monitore eine wichtige Rolle. Als Kernstück der „Digitalen Dunkelkammer“ sorgen seine ColorEdge-Monitore dafür, dass der Fotograf Timm Allrich seine Bilder präzise be- und verarbeiten kann. Und in der Befundung von Röntgen-, CT- und MRT-Aufnahmen garantieren RadiForce-Monitore, dass auch die kleinsten Veränderungen im Körper der Patienten nicht unentdeckt bleiben.

Ich habe mich mit Timm getroffen und mit ihm über seine Arbeit und das Thema Monitore gesprochen.

EIZO: Fotografie und Radiologie – wie passt das zusammen?

Timm Allrich: Wunderbar. Schließlich beschäftigen sich beide Bereiche mit Bildern. Und die Fotografie ist ein toller Ausgleich zum stressigen Klinikalltag.

EIZO: Aber Fotografie ist bei dir schon mehr als ein Hobby, oder?

Timm Allrich: Ja, ich betreibe die Fotografie professionell. Dafür bin ich viel im In- und Ausland unterwegs. Aber ich habe ja auch das Glück mit Mecklenburg-Vorpommern in einem wahren Eldorado für Landschaftsfotografen zu leben. Wir haben hier alleine drei Nationalparks und entsprechend Fotomotive ohne Ende. Hinzu kommen dann Workshops und Vorträge.

Schweriner Schloss

EIZO: Wie hat das alles angefangen?

Timm Allrich: Schon im Medizinstudium war die Landschaftsfotografie ein wichtiger Ausgleich vom Lernen. Und dann habe ich einen vielbeachteten Fotowettbewerb gewonnen, dessen Preis unter anderem ein Workshop in Zingst war. Nun bin ich selbst bereits seit 2011 Dozent an der Fotoschule Zingst.

EIZO: Deine Frau ist auch Ärztin und ihr habt zwei kleine Kinder. Wie schaffst du das, das alles unter einen Hut zu bekommen?

Timm Allrich: Einerseits mit wenig Schlaf und andererseits mit geduldiger Unterstützung meiner Familie und meines Arbeitgebers. Wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen würden, wäre das tatsächlich nicht möglich. Außerdem plane ich meine Fototouren sehr genau und fahre nur raus, wenn die Bedingungen wirklich vielversprechend sind. Der Schichtdienst als Krankenhausarzt ist zudem mitunter auch von Vorteil. Dadurch habe ich schon mal frei, wenn andere Leute mit Bürojob arbeiten müssen.

EIZO: Worauf kommt es denn bei Monitoren an?

Timm Allrich: Befundungsmonitore und Grafik-Monitore haben viel gemeinsam: Eine absolut präzise Darstellung der Bilddatei ist von größter Bedeutung. Während es in der Fotografie „nur“ darum geht, Unterschiede zwischen Datei, Monitordarstellung und späterem Druck zu vermeiden, geht es im medizinischen Bereich schnell um Leben und Tod. In der bildgebenden Diagnostik ist es wahnsinnig wichtig, nichts zu übersehen und z. B. bösartige Veränderungen frühzeitig zu erkennen. So brauchen wir z. B. in der Mammografie-Befundung extrem hochauflösende Monitore, damit auch kleinste Veränderungen des Brustgewebes nicht übersehen werden. Und gleichzeitig dürfen wir ja nicht zu leicht falschen Alarm geben. Denn der Verdacht, dass etwas Außergewöhnliches entdeckt worden ist, ist für Patienten immer sehr belastend.

Aber grundsätzlich haben beide Monitorgattungen viele Gemeinsamkeiten. Beide müssen eine hohe Schatten- und Lichterzeichnung darstellen können, der Gradationsverlauf muss extrem gleichmäßig sein und beide müssen verlustfrei kalibriert werden können. Deshalb verfügen auch viele RadiForce-Monitore, genau wie mein ColorEdge CG2730, über eingebaute Kalibrierungssensoren. Die Kalibrierung im Krankenhausumfeld wird natürlich viel strenger überwacht und muss vor jedem Arbeitstag überprüft werden.

EIZO: Aber ihr habt nicht nur Befundungsmonitore von EIZO im Einsatz, oder?

Timm Allrich: Nein, auch in unseren OPs hängen EIZO Monitore. Diese werden z.B. dafür genutzt, die unterschiedlichen Informationen und optischen Quellen zusammenzuführen und kompakt gebündelt anzuzeigen. Medizinische Monitore stellen natürlich ganz andere Anforderungen an z. B. Ausfallsicherheit aber eben auch an hygienische Vorgaben wie z. B. die Desinfizierbarkeit. Das unterscheidet sich schon sehr vom privaten Umfeld.

EIZO: Zum Schluss: Was sind deine Pläne für 2018?

Timm Allrich: 2018 begann vor Kurzem mit einer Reise nach Island zur Realisierung mehrerer fotografischer Vorhaben. Ende März steht ein Vortrag über die Nationalparks Mecklenburg-Vorpommerns an auf den Norddeutschen Naturfototagen in Waren (Müritz).

Im Jahresverlauf gibt es verschiedene Workshops in den Nationalparks, die vom Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt werden, da sie in Kooperation mit dem Kompetenznetzwerk der Naturerlebniszentren und Nationalparks in MV durchgeführt werden. Hier wollen wir neben fotografischen Erkundungen vor allem auch Wissen und Bewusstsein vermitteln für die Sensibilität und Schönheit der uns umgebenden Natur.

Darüber hinaus arbeite ich an zwei größeren Projekten zum Teil mit anderen Fotografen der Region zusammen, die sich ebenfalls um „unsere“ Nationalparks drehen. Die Fertigstellung ist allerdings erst für Ende 2019 geplant. 

EIZO: Herzlichen Dank für diese spannenden Einblicke in deine Arbeit.

Viele weitere Bilder findet ihr auf Timms Webseite www.timmallrich.de