28.02.2018

EIZO auf dem FOGRA Colour Management Symposium

von Christian Ohlig

Heute beginnt das zweitägige Fogra Color Management Symposium in München. EIZO ist in diesem Jahr als Aussteller mit dabei. In der Druckvorstufe weiß jeder, was die Fogra ist und was sie macht. Als Fotograf hat man dagegen seltener mit ihr zu tun. Aber spätestens, wenn die eigenen Bilder gedruckt werden sollen, kann es nicht schaden, sich einmal mit ihr beschäftigt zu haben.

Deshalb habe ich mir von Dr. Andreas Kraushaar, Abteilungsleiter Vorstufentechnik eine kurze Einführung ins Thema geben lassen:

Dr. Andreas Kraushaar, Fogra Abteilungsleiter Vorstufentechnik

EIZO: Was ist die Fogra und was sind ihre Aufgaben?

Dr. Andreas Kraushaar: Die Fogra ist die „Stiftung Warentest der Druckindustrie“. Der Hauptzweck des Vereins ist es, die Firmen der Druckindustrie durch anwendungsnahe Forschung direkt zu unterstützen.

Da die Farbkommunikation vom Bildschirm bis zur Druckausgabe im Vordergrund stehen, sind die Prozesse zur farbrichtigen Farbaufnahme, -darstellung und -ausgabe in der Fogra bestens bekannt. Die erarbeiteten Kenntnisse werden beispielsweise in Seminaren vermittelt, die zeigen, wie man farbrichtig am Monitor arbeitet (Softproof).


EIZO:
Was wäre, wenn es die Fogra nicht gäbe?

Dr. Andreas Kraushaar: Kurzfristig würde man nichts merken. Es sei denn Sie benötigen ein herstellerunabhängiges Gutachten und merken, dass Sie sehr lange nach kompetenten und wirklich unabhängigen Experten suchen müssen.

Mittel- und langfristig werden Sie sich fragen, warum wichtige Standards und Werkzeuge, die Foto- und Reprografen ständig kostenlos nutzen, fehlen. Hierzu zählen beispielsweise FOGRA Standards und dazugehörige ICC-Profile.  Dann gäbe es nicht die Forschung samt anschließender ISO 12646. Sie nennt die wesentlichen Kriterien für hochwertige Bildschirme. So kann EIZO unabhängig beweisen kann, dass EIZO-Bildschirme „Klasse A“ sind und andere halt nicht. 

EIZO: Welchen Stellenwert haben unsere ColorEdge-Monitore für die Druckbranche aus Sicht der Fogra?

Dr. Andreas Kraushaar: Wie eben angedeutet sind es genau diese Monitore, die eine hochgenaue Bildschirmarbeit ermöglichen, d.h. eine genaue, homogene, zeitstabile und winkeltreue Farbdarstellung.


EIZO: 
Was sind aktuellen Themen, die in der Druckbranche „akut“ sind?

Dr. Andreas Kraushaar: Neben dem ständigen Bestreben Prozesse zu analysieren und zu automatisieren gilt es die Herausforderungen in der vollständigen Qualitätssicherung sowie dem Umgang mit Multicolor Druck zu meistern. Diese Themen sind allesamt Inhalt des Fogra Symposiums, das alle 2 Jahre die einschlägigen Experten weltweit zum Thema Farbe in München versammelt.


EIZO: 
Gibt es ein Leitthema auf dem diesjährigen Symposium?

Dr. Andreas Kraushaar: Das ist der Mehrfarbendruck („CMYK++“), also die Erweiterung von CMYK mit Orange, Grün und Blau. Solche Druckprozesse stellen auch den Monitor bzgl. Softproof vor neue Herausforderungen.


EIZO:
 Herzlichen Dank für das Gespräch.

Ihr seht also: Aktuell trifft sich das Who is Who der Druckbranche in München. Und in der Druckvorstufe ist eine Menge in Bewegung. Wir präsentieren unsere Monitore und stehen den Druckexperten Rede und Antwort. Denn ohne farbverbindliche Grafik-Monitore wäre ein aussagekräftiger Softproof, also die Simulation des Druckergebnisses am Monitor, nicht möglich. Worauf man beim Kauf eines Grafik-Monitors achten sollte, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen. Für detaillierte Informationen zum Thema empfehle ich außerdem unser Farbmanagement-Handbuch.