Unsere Empfehlung für CG-Monitore lautet:
Weißpunkt:
In der Praxis ist es üblich, den Weißpunkt des Bildschirmes dem Lichtkasten (und nicht dem Arbeitsfarbraum) anzugleichen. Das ist i. d. R. D50, bzw. 5.000 Kelvin.
Beim "Proofen" mit Tageslicht oder bei der Fotografie im Allgemeinen wird meist D65 genutzt.
Gamma:
Es gilt die Empfehlung, die Tonwertcharakteristik des Monitors so zu wählen, dass sie dem Arbeitsfarbraum möglichst nahe kommt.
Dann muß nämlich das Colormanagement der Anwendung/des Betriebssystems die Tonwerte zur Bildschirmausgabe nicht so stark korrigieren.
Beispiele:
PhotoRGB, AdobeRGB, sRGB basieren auf einer Gammacharakteristik von 2,2. Dann sollte auch der Schirm auf 2,2 kalibriert werden
ECI-RGB ein Gamma von 1,8.
Der L*-Farbraum kennt keine Gamma-Funktion, sondern L ist gleichabständig. Insgesamt geht es bei diesen Empfehlungen um kleinste Unterschiede in Nuancen.
Das Farbmanagement berücksichtigt das Profil des Monitors, was das eingestellte Gamma enthält, wenn es die Ausgabe berechnet. Um Banding ganz und gar zu reduzieren, macht es Sinn das Monitorgamma entsprechend dem Farbraumgamma zu wählen. Oder man arbeitet gleich ohne Gamma, sondern mitL* bei Monitor UND Farbraum. Nur die Beleuchtung des Proofs kennt das Farbmanagement nicht wirklich. Deshalb macht es Sinn den Weißpunkt des Bildschirmes nach der Beleuchtung des Proofs und nicht nach dem Farbraum zu wählen.
Unsere Empfehlung für Flexscan-Monitore lautet: Gamma = 2,2 und Weißpunkt=6500